Friesenhausen

zwischen Rhön und Fulda

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Aus der Bay of Islands

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Dienstag, 11. Mai 2010

Heute sind wir nun in Russel, einem kleinen Örtchen in der Bay of Islands angekommen. Leider hat sich unsere Befürchtung bewahrheitet und das vorhergesagte Regenwetter hält uns nun schon seit Tagen davon ab, die vielen Traumstrände zu besuchen, die es hier oben gibt. Gerade mal eine kleine Wanderung zu den 25 Meter hohen Whangarei-Falls konnten wir gestern machen. Beeindruckend! Durch dichten Regenwald, mit vielen Palmen und riesigen Baumfarnen. Vorbei an Respekt einflößenden Kauri-Bäumen. Tja, uns ärgert' s. Die Farmer freut' s. Denn hier oben ist dies seit Oktober der erste ausgiebige Regen.

 

Und so haben wir letztes Wochenende leider auch die sonst sicher traumhaft schöne City of Sails, Auckland, nur grau in grau erlebt. Aber da wir beide ja ohnehin keine Stadtmenschen sind, haben wir nur eine Fährfahrt von Devonport in die City gemacht. Mit dem Link-Bus sind wir einen Circle durch Downtown gedüst. Gewohnt haben wir in Takapuna, einem recht schicken Stadtteil von Auckland, direkt an einem netten Strand, wie so oft in einer Kitchen-Cabin. Ziemlich abgewohnt, die Hütte, aber mit Meerblick vom Frühstückstisch aus. Und es gab frische Petersilie zum Ernten für unser Abendessen.

Tja, als Budget-Traveller muss man schon Abstriche machen, was die ein oder andere Unterkunft angeht. Allerdings kommt man so ganz gut umher. Die Aussicht aus dem Auto oder bei Wanderungen ist für alle gleich. Egal ob Budget- oder Luxus-Traveller.

Nun aber mal wieder vorwärts berichtet. Von Gisborne aus - das war die Stadt, in der die Sonne zuerst aufgeht (letzter Bericht) - haben wir unsere Fahrt nach Ohope Beach fortgesetzt. Die Entscheidung, das abgelegene East Cape auszulassen, haben wir uns wirklich nicht leicht gemacht. Aber da es sowieso nicht möglich ist, ALLES anzuschauen, und wir eher wieder in eine größere Stadt mussten, wegen Levi' s zweiter Impfung, sind wir am 28. April nach ROTORUA gefahren. Einquartiert in einem schönen geräumigen Park-Motel im Holiday Park, konnten wir ganz gut unsere hartnäckige Erkältung auskurieren. Levi wurde geimpft. Und am 30. April haben wir einen Ausflug zum Thermal Whonderland "Wai-O-Tapu" gemacht. Da kann man auf einer Wanderung einem Geysir beim Ausbruch zuschauen. Ein Ranger wirft einmal am Tag Seife rein und wenige Sekunden später sprudelt "Lady Knox" mehrere Meter hoch. Schon irgendwie albern! Aber angeblich umweltverträglich. Viel spektakulärer waren die vielen schwefelig riechenden, dampfenden, blubbernden und brodelnden Gruben, Seen und Tümpel im Park, die zum Teil Farben haben, die man in der Natur sonst noch nirgendwo gesehen hat. Einer der Tümpel hatte, ungelogen, die Farbe eines gelben Textmarkers! Man sieht es, aber man glaubt es kaum! Man meint wirklich, man läuft durch Teufels Küche. Fährt man durch Rotorua, sieht man auch hier und da Dampf aufsteigen. Es gibt es einen Park mit heißen Thermal-Becken, in denen man sich super die Füße wärmen kann. Für Lina war's ein wenig zu heiß, aber sie fand's trotzdem gut. Kulturell und visuell bekommt man natürlich noch viel mehr geboten. Nur muss man mit Kids und kleinerem Geldbeutel einfach hier und da Abstriche machen. Wir versuchen trotzdem immer "something for free" zu finden, was allen Spaß macht und das Budget nicht überstrapaziert.

Das Wochenende vom 1. Mai haben wir in einem Ferienhäuschen verbracht, in Whangamata am Meer. Leute, die Ortsnamen hier oben, die kann sich doch kein Mensch merken! Jeder zweite Ort fängt irgendwie mit "Whanga" oder "Wai" an. Da kann man schon schnell mal durcheinander kommen. Na wenigstens gibt es Ortsschilder. In Australien musste man damals immer auf die Reklametafeln der Shops schauen, wenn man wissen wollte, wo man gerade war (was hier aber auch gut funktioniert). Überhaupt gibt es eigentlich kaum Unterschiede zu Australien, finden wir. Bis auf die Distanzen. Die sind viel kürzer hier, klar. Ach und die Preise, die sind hier auch günstiger als Down Under. Der Sprit ist günstiger ist als in Deutschland. Lebensmittel kosten ungefähr das Gleiche. Nur dass die Kiwis im Vergleich weniger verdienen als der Durchschnittsdeutsche.

Aber zurück zum Ferienhaus in Whangamata. Hier hatten wir endlich mal wieder richtig Platz. Ein ganzes (naja, halbes) Haus mit Terrasse und Garten. Super auch für Lina. Denn da gab's jede Menge Spielsachen, sogar einen Buggy für ihre Puppe. Was für eine Freude!

Weiter ging' s dann am 4. Mai zur Coromandel Halbinsel. Da haben wir in der bisher ausgefallensten Unterkunft gewohnt. Ein Chalet in Form eines auf den Kopf gestellten Schiffsrumpfes, komplett aus Holz gebaut. Nicht groß, aber mit zwei Wohnebenen und Terrasse. Sehr gemütlich! Der Hot Water Beach direkt nebenan, so dass wir sogar zwei Mal am Strand schaufeln, und im heißen Thermalwasser baden konnten. Das Wasser der Hot Springs mischt sich beim Graben mit kaltem Meerwasser, so dass die Temperatur angenehm warm ist.

In Hahei, ganz in der Nähe gibt es einen wirklichen Bilderbuch-Traumstrand. Hier hatten wir eine kurze Rast, bevor wir eine kleine Wanderung zur Stingray Bay (bei Cathedral Cove) gemacht haben.

Das Wetter fing da allerdings schon langsam an umzuschwenken, so dass mit Traumfotos erst mal nix mehr zu machen ist im Moment. Dafür hören wir hier jetzt nachts die Kiwis quieken und können zurückblicken auf zwei Monate Sonnenschein. Das ist mehr, als wir erwartet haben in dieser Jahreszeit.

Unsere letzten Tage im "Land der langen weißen Wolke" verbringen wir intensiv mit der Suche nach Unterkunft und Auto für Australien. Internet sei Dank! Ohne das Netz wären wir ganz schön aufgeschmissen! Morgen läuft unser Monats-Account aus, so dass wir noch nicht wissen, wie es in dieser Hinsicht weiter geht. Melden uns wieder, sobald das geklärt ist. Vielleicht auch erst Ende Mai aus Südaustralien. Vielleicht vom Cape Reinga. Vielleicht aus Auckland. Mal sehen.

 

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Aktualisiert ( Freitag, 04. Juni 2010 um 06:24 )  

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