Sonntag, 4. April 2010
Hallo! Da sind wir wieder. Was es wohl Neues von den vier Abenteurern aus dem Land der Kiwis gibt, fragt ihr euch? Einiges! Vom äußersten Süden bis nach Westport sind wir nun gekommen.
In Invercargill haben wir an unserem letzten Abend noch eine Show-Cruise mit US-Cars und Hot Rods miterlebt. Jede Menge verrückte Typen in hochglanzpolierten Autos und viele "Kiwis" in Partylaune am Straßenrand. Für uns auf jeden Fall mal eine willkommene Abwechslung in unserem schon manchmal recht stressigen Alltag. Lina und Levi haben wir in Invercargill auch impfen lassen, was uns zwar einiges an Zeit und Nerven gekostet, aber letztendlich doch ganz gut funktioniert hat. Sascha konnte die Wartezeit beim Arzt nutzen, um aus einem Guide noch schnell ein paar Holiday-Homes mit Kontaktdaten abzufotografieren, zwecks Osterplanung... und auf ging's am übernächsten Tag gen Norden.
Den kühleren Süden Neuseelands haben wir damit hinter uns gelassen, um alsbald die wilde, regen(wald)reiche West Coast zu erkunden. Unser erstes Ziel auf dieser Route: Te Anau. Einquartiert mal wieder in einer Cabin eines Kiwi Holiday Parks mit hübscher Aussicht auf den Lake Te Anau, sind wir am 28. März mit den Kids die 121 km lange Milford Road gefahren. Die von Wind und Wetter gepeitschte Straße zum berühmten Milford Sound war nach einem Sturm gerade erst wieder freigegeben worden. Anmerkung von Sascha: "Eine der beeindruckendsten Straßen, die ich je gefahren bin", vor allem wegen des dichten Regenwalds, durch den sich die Straße wie eine Schneise schlängelt. Geplant hatten wir in Milford eigentlich eine 90-minütige Boots-Cruise mit Frühstück, die wir aber leider verpasst haben, weil wir nicht wussten, dass die Zeitumstellung in Neuseeland erst eine Woche später, nämlich am Osterwochenende stattfindet. Die Cruise, die wir stattdessen gemacht haben, war aber trotzdem super. Wir hatten das Boot fast für uns allein. Und gratis Kaffee und Tee gab's auch. Warum also über das Kuddelmuddel mit der Zeitumstellung beschweren? Einen Satz Müslixe (Müsliriegel als Nervennahrung) haben wir ohnehin immer dabei. Das Wetter war super, so dass wir ein paar richtig gute Bilder schießen, und ganz nebenbei auch noch ein paar Seelöwen auf einem Felsen bestaunen konnten.
Am nächsten Tag ging's dann schon wieder weiter nach Queenstown, die selbsternannte Outdoor-Adventure-MetropolePUNAKAIKI, wo es die PANCAKE ROCKS zu besichtigen gab. Felsformationen an der rauen Küste, die ausschauen wie übereinander gestapelte Pfannkuchen. Hier sind wir auch einem weiteren, sogar ziemlich zutraulichen Tier, dem WEKA zum ersten Mal begegnet. Eine heimische Vogelart, ähnlich wie der Kiwi, aber tagaktiv und mit kürzerem Schnabel. der Welt. Ja, ein hübsches Urlaubsörtchen am Lake Wakatipu, im Hintergrund die Remarkable Mountains; eine hübsche Einkaufsmeile mit netten kleinen Cafés und Restaurants. Für uns allerdings auch ohne Outdoor-Adventure ein nicht ganz so günstiger, dafür aber auch fast schon luxuriöser "Place to Stay". Weshalb wir auch nur eine kleine Bootscruise gemacht haben und am nächsten Tag gleich weiter nach Haast gefahren sind, dem wohl verregnetsten Ort der Welt - zumindest war dies unser Eindruck von dem kleinen Örtchen an der Westküste. Und deshalb am nächsten Morgen gleich weiter, vorbei am kuriosesten Strand, den wir je gesehen haben, mit hunderten von Skulpturen aus Treibholz, gestapelten und beschrifteten Steinen und allerlei Firlefanz, den Touristen dazu dekoriert haben, und mitten durch dichten Regenwald zu einem weiteren Highlight der Südinsel: dem FOX GLACIER und dem FRANZ JOSEF GLACIER. Zu beiden Gletschern haben wir eine kleine Wanderung gemacht, Levi dabei schlafend in der Babytrage und Lina ist selbst gelaufen. Eine Schweizerin, die wir unterwegs kennengelernt haben, hatte sogar das Glück, in genau der Sekunde auf den Auslöser zu drücken, als ein Stück der Gletscherwand einstürzte. Das Wetter war hier aber eher (g)rau und windig - trotzdem aber nie wirklich kalt. So dass wir unsere Übernachtung im Rainforest Holiday Park in Franz Josef wirklich sehr genossen haben. Auch wenn es hier spätabends einen Stromausfall gab und mitten in der Nacht plötzlich der Fernseher und die Lichter wieder angingen. In Greymouth haben wir nur unsere Vorräte aufgestockt, eine Nacht übernachtet und weiter ging die Fahrt über
Angekommen sind wir nun erst mal für die Osterfeiertage am CAPE FOULWIND, ein Cape mit einem kleinen Leuchtturm, etwa 10 km westlich von Westport. Über Ostern eine Unterkunft zu finden, war wirklich ziemlich schwierig. Alle für uns in Frage kommenden Unterkünfte in der Umgebung waren bereits ausgebucht. So dass wir mehr oder weniger zufällig auf unsere jetzige, etwas andere "Osterbleibe" gestoßen sind. Die Besitzerin eines ausgebuchten Ferienhauses hat mir die Nummer eines anderen Besitzers von Ferienunterkünften gegeben. Dort mehrmals angerufen und mit verschiedenen Leuten gesprochen, wussten wir bis Karfreitag noch immer nicht, ob wir den Riesencamper "Sandpiper" am Leuchtturm von Cape Foulwind, mit spektakulärer View auf die TASMAN SEA überhaupt beziehen können. Nachdem die Besitzer dann mit ihren Baumfällarbeiten im Ort fertig waren und den Camper erst mal oberflächlich von den gröbsten Überbleibseln der letzten Benutzer befreit haben, konnten wir am späten Nachmittag endlich einziehen. Das Grundstück auf dem der Camper steht, ist mehr oder weniger noch Baustelle. Zwar schön grün und tatsächlich mit unglaublich toller Aussicht aufs Meer und ein paar dekorativen Felsen, die aus dem Meer rausgucken. Für Lina gibt es ein Trampolin, einen alten Roller und eine Schaukel. Der Wohnwagen selbst ist groß sogar mit nach außen verschiebbaren Seitenwänden, nur nicht im allersaubersten Zustand. Aber als alte Camper steckt man eben so Einiges weg und freut sich umso mehr, wenn man hin und wieder mal etwas mehr geboten bekommt.
Weiter geplant ist jetzt noch ein bisschen den Norden der Südinsel zu erkunden. Und dann geht es Mitte April auf die Fähre zur Nordinsel. Bis dahin hoffen wir aber, euch noch mal Bericht erstatten zu können... Viele Grüße aus dem spätsommerlich-frühherbstlichen Neuseeland senden euch eure vier Weltenbummler Ines, Sascha, Lina und Levi (der übrigens prächtig wächst und auch schon anfängt, lustige Töne von sich zu geben)





Comments
und ob wir uns gefragt haben...
Ich bin schon öfters angesprochen worden: "Wann gibt's denn was neues aus Neuseeland?"
Umso schöner, dass wir jetzt wieder auf dem aktuellen Stand sind. Vielen Dank auch für die tollen Bilder, beeindruckend finde ich die Moeraki Boulders. Ich wünsche Euch weiter viele schöne Eindrücke und bald wieder einen Zugang zum Internet ;-)
das klingt ja alles relaxt und "urlaubisch" bei Euch. Gegen was habt Ihr denn die Kleinen impfen lassen? Oder wars bei Levi eh fällig?
Habt Ihr schon wilde Tiere gesehen? Wie findet Lina das fremde Land?
Liebe Grüße,
Gabi