Friesenhausen

zwischen Rhön und Fulda

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South Island - von Christchurch nach Invercargill

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Wir haben unser erstes Domizil in Spencerville verlassen und uns auf den Weg gen Süden gemacht. Vorbei an großen und kleinen Hügeln, hohen Bergen, einsamen Stränden, dichten Urwäldern und jeder Menge Schafherden, die aus der Ferne wie helle Fusseln auf einem grünen Wollpullover ausschauen. Auf der Strecke haben wir uns den höchsten Berg Neuseelands, den 3754 m hohen Mount Cook und die beiden Seen Lake Tekapo und Lake Pukaki angeschaut. Mit dem Wetter hatten wir bisher ziemlich Glück. Den Mount Cook und das Tasman Valley konnten wir bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen erleben. Sogar eine kleine Wanderung haben wir gemacht, um die Aussicht auf den Tasman Gletscher und das Tal zu genießen. Hin und wieder trifft man auch ein paar Deutsche. Meist Touristen, aber auch Auswanderer. Gestern haben wir z. B. zwei Mädels aus Heilbronn aus dem Straßengraben geholfen. Die beiden waren auf der Schotterpiste wohl etwas zu schnell in der Kurve.

Highlights auf unserem Weg zur südlichsten Stadt der Welt, Invercargill, waren auf jeden Fall der Mount Cook und die Moeraki Boulders, riesige Steinkugeln am Strand zwischen Oamaru und Dunedin. In Dunedin haben wir uns auf einem gemütlichen Spaziergang durch die Stadt die hübsche Railway Station angeschaut. Wir konnten wieder japanisches Essen genießen. Leckere Wok-Gerichte und superfrische Sushi. Lina haben wir bisher noch nicht von den rohen Fisch-Röllchen überzeugen können. Nicht mal probieren wollte sie. Eine Alternative zu finden, ist aber kein Problem. Burger King, Mc Donalds, Subway oder eine Bakery sind in größeren Städten immer zu finden. Uns zieht es aber meist zu den Asiaten. Wenn wir nicht ohnehin selbst kochen oder uns Sandwiches für die Reise zubereiten. Wir schauen immer, dass wir eine Unterkunft mit Küche oder Kochgelegenheit finden. So klappt das eigentlich ganz gut. Was man allerdings hier bekommt für sein Geld ist sehr unterschiedlich. Gestern haben wir z. B. für 75 NZ$ auf einem Campingplatz in einer Mini-Cabin übernachtet. Nicht viel mehr als eine Hundehütte mit Doppelstockbett. Das untere ist dabei etwas größer, aber sonst ist nix drin. Duschen und Toiletten sind außerhalb. Heute haben wir für das gleiche Geld eine Wohnung mit zwei Zimmern inklusive Küche - auch auf einem Campingplatz. Für ein paar Dollar mehr hatten wir auch schon ein ganzes Ferienhaus mit mehreren Zimmern und kompletter Haushaltsausstattung. Einmal war sogar ein mit viel Liebe zubereitetes Frühstück dabei. Ein Versöhnungsangebot der Gastgeber, weil unsere eigentlich gebuchte Unterkunft versehentlich schon besetzt war, und wir deshalb nur ein kleineres Zimmer beziehen konnten.  Zur Zeit ist uns ein wenig mulmig, ob wir es schaffen, über Ostern eine preiswerte Unterkunft zu finden, da die Kiwis dann zwei Wochen Ferien haben und selbst verreisen.

Landschaftlich ist es hier aber wirklich traumhaft und teilweise wie im Bilderbuch. Gestern haben wir eine Wanderung zu den McLean Falls gemacht, ein 22 Meter hoher Wasserfall, umgeben von dichtem Urwald. Sogar ein paar heimische Vögel haben wir unterwegs gesehen, einen Billbird zum Beispiel. Kiwi-Vögel haben wir, außer auf Bildern, aber noch nicht gesehen. Und die Kiwi-Früchte, die es im Supermarkt oder im Bauernladen zu kaufen gibt, kommen aus Italien. Werden wohl alle nach "Overseas" exportiert?! Die Kiwis selbst, wie die Neuseeländer sich auch nennen, sind auf jeden Fall ein sehr freundliches Volk. Haben bisher eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Außer in Dunedin, an der steilsten Straße der Welt, der "Baldwin Street" hat uns ein Einheimischer ein wenig angemotzt, dass wir doch bitte nicht "in the middle of the road" parken sollen. Dazu muss man aber sagen, dass die Road eine Ministraße und die Mitte der Straße der Straßenrand war. Er war wohl einfach ein wenig genervt von den vielen Touristen - von denen an diesem Tag aber merkwürdigerweise nichts zu sehen war.

Weiter gehen soll es nun morgen in Richtung Westküste. Dort warten die Vergnügungsstadt Queenstown und das Fjordland mit dem Milford- und Douptful Sound. Sind gespannt, ob die Straßen bis dahin wieder frei sind. Wegen eines Sturms mussten diese nämlich gesperrt werden, um umgefallene Bäume wegzuräumen. Vorher fahren wir aber noch in die Stadt - Invercargill - um euch mit neuen Bildern und diesem Bericht hier zu versorgen ;) und nach Bluff, wo es eine tolle Aussicht auf die raue See geben soll.

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Aktualisiert ( Dienstag, 13. April 2010 um 08:51 )  

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