Hallo an all unsere Besucher,
Ja, tatsächlich. Die vier Weltenbummler sind wieder daheim. Vier lange Monate am anderen Ende der Welt. Schwubs, vorbei! Am 13. Juli sind wir - ganz nach Plan - in Frankfurt gelandet.
Unser kleiner Zwischenstopp in Hong Kong war der aufregende Höhepunkt unserer Reise. Beeindruckende Stadt! Hohe Häuser. Und davon nicht zu wenig. Viele Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einkaufszentren. Aber: Nur wenige Autos. Kaum europäische Touristen. Viel Grün und dementsprechend gute Luft. Wir waren positiv überrascht, auch über das Wetter. Denn für die Regenzeit hatten wir wirklich verdammt viel Sonne. Immer schön um die 30 Grad und nur ein einziger kurzer Schauer. Der uns aber nicht weiter gestört hat, da wir gerade im Hotel gefrühstückt haben.
Unser Tagesausflug in die City war schon eine Herausforderung, so ganz ohne Reiseführer und eigenes Auto. Aber dank Kartenleseprofi Sascha haben wir sie doch recht gut gemeistert. Ausgestattet mit ein wenig Proviant, zwei einfachen Hong Kong Citymaps und unserem Buggy ging's am zweiten Tag einfach los. Erst mit einem der vielen Doppeldeckerbusse, mit Haltestelle direkt vor der Haustür. Dann mit der Bahn, die sich so nach und nach mit immer mehr mit Menschen füllte. Im Zentrum angekommen, mussten wir erst mal pausieren. Zwischen Hochhausfassaden und hübschen Grünanlagen mit Wasserspielen hatten sich alle Menschen im Schatten breit gemacht, so dass wir uns zwangsläufig auf einer Treppe niederlassen mussten. Die Polizei fand das nicht so toll und wies uns freundlich darauf hin, dass dies nicht erlaubt sei. Eine Frau kam zu uns und lieh unserer Tochter ihr Klapphöckerchen. Wie aufmerksam! Verständigen kann man sich ganz gut auf Englisch. In Hong Kong klappt das ganz gut. Ein bisschen auswärts wahrscheinlich eher nicht mehr.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause in der Nähe der Central Pier, der Anlegestelle zahlreicher Fähren, ging's dann übers Wasser von Hong Kong Island zurück nach Kowloon Bay und von dort aus erst zu Fuß zur Train Station, und dann wieder per Bahn und Bus zurück zur letzten "Home Base" unserer großen Reise, dem Hotel Regal River Side. Auf dem Weg zur Bahn haben wir noch einen Spielplatz entdeckt. Dieser war zwar hochglanzpoliert, allerdings kaum bespielbar, da unter freiem Himmel und mit wenig Schatten. Die Spielgeräte waren so heiß, dass Lina sich beim Klettern die Finger verbrannt hätte.
Unseren letzten Tag haben wir am Hotelpool relaxt und uns abends nochmal unters Volk gemischt, heißt: mit den Einheimischen in einem Straßenrestaurant draußen diniert, was auf jeden Fall spannend war. Lina hat auch gleich eine Freundin gefunden. Victoria, zweieinhalb, aus Hong Kong. Die beiden haben zusammen das ABC gesungen. Wie süß! Was ich persönlich klasse fand: Es gab Sushi und frisch geschnittenes Obst im Supermarkt um die Ecke zu wirklich guten Preisen.
Unsere Heimflüge waren weniger spannend. Einfach nur verdammt lang und anstrengend. Kann sich sicher jeder vorstellen mit acht (!) Gepäckstücken und zwei Kids ;) Jetzt sind wir froh, dass wir dieses große Abenteuer zusammen gemeistert haben und alle gesund wieder zuhause angekommen sind.
Auf jeden Fall wissen wir nach vier Monaten "UNTERWEGS" unser eigenes Bett, unser eigenes Bad, leckeres deutsches Brot, guten und günstigen Käse zu schätzen. Und, was überhaupt das wichtigste und wertvollste ist: Unsere Familie und Freunde sind endlich wieder da!
Trotz allem: Wir hatten eine unvergessliche Zeit, und sind froh, dass wir den Sprung gewagt haben.
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